Drei Fragen an… Benjamin (FACTUREE)

FACTUREE Co-Founder Benjamin Schwab spricht über sein Engagement für Alphabetisierung und Digitales.

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© FACTUREE | Fausto Torelli

Drei Fragen an… Benjamin Schwab

Benjamin Schwab (oben rechts) ist Co-Founder und CMO von FACTUREE. Das junge Unternehmen aus Berlin betreibt mit seinen derzeit 30 Mitarbeiter*innen eine Online-Plattform zur digitalen Beschaffung von Sonderteilen, schwerpunktmäßig für Industrieunternehmen. Dabei kommen neueste Technologien wie der Einsatz von Machine-Learning-Algorithmen zum Einsatz. Die Begeisterung für digitales High-Tech spielte auch eine wichtige Rolle für Benjamins Entscheidung, KOPF, HAND + FUSS im Dezember 2021 mit einer großzügigen Spende von €5000 zur Weiterentwicklung von IRMGARD – Die App zur Alphabetisierung zu unterstützen.

Was schätzt du an IRMGARD am meisten?

Besonders angesprochen hat mich der Gedanke, betroffenen Menschen ein digitales Angebot zum Erlernen von Lesen und Schreiben anzubieten. Ich bin fasziniert von digitalen Lösungen für – oftmals – analoge Probleme. Quasi genau das, was wir mit FACTUREE ja tagtäglich tun. Ich bin jedoch der Ansicht, dass neue Technologien auch über wirtschaftlichen Interessen hinaus sinnvoll eingesetzt werden können und sollten.Insbesondere mobile Apps sind darauf angelegt, leicht zugänglich sowie überall und rund um die Uhr verfügbar zu sein. Und IRMGARD leistet all dies und schafft zudem ein wertvolles Bildungsangebot für Menschen, die sich oft mit ihrem Problem allein gelassen fühlen.

Woher stammt dein Engagement, sich für gering literalisierte Menschen stark zu machen?

Bildung ist ein hohes, vielleicht sogar das höchste Gut. Sie schafft Perspektiven und Chancen, die ich im beruflichen wie privaten Umfeld für unverzichtbar halte. Wissen und Erfahrung werden durch Sprache vermittelt. Daher betrachte ich Alphabetisierung auch gar nicht als Thema für eine marginalisierte Nische innerhalb der Bevölkerung. Aus Studien wissen wir, dass sich geringe Literalität in Deutschland durch alle Altersgruppen, sozialen Schichten und Kulturkreise zieht. Vielleicht betrifft es auch die Mutter meines besten Freundes oder einen neuen Kollegen. Ihnen und Millionen weiteren Betroffenen möchten wir durch unsere Spende zu mehr Teilhabe verhelfen.

Warum gerade KOPF, HAND + FUSS und nicht ein anderer inklusiver Bildungsanbieter?

Meinem Team und mir war es wichtig, lokal zu fördern. Dass wir im gemeinnützigen Bildungsumfeld auf IRMGARD stießen, erwies sich als echter Glücksfall. Nicht nur sind FACTUREE und KOPF, HAND + FUSS fast schon sowas wie Büronachbarn in Berlin-Wedding, uns eint auch die Begeisterung für Digitales. Und quasi direkt ums Eck ein regionales Projekt zu unterstützen, das überregional so viel Wichtiges leistet, ist eine geradezu perfekte Kombination.