Illustration eines pastellfarbenen Herzens mit grünem Buchstaben L in der Mitte. Darüber Förderhinweis mit den Logos der Europäischen Union, von Berlin und BBWA.

Letra

  • Projektname: Letra - Berufliche Teilhabe für schriftferne Menschen
  • Laufzeit: Entwicklungsprojekt: Dezember 2025 - April 2026
  • Gefördert durch: »Letra« wird durch den Europäischen Sozialfonds Plus aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Berlin im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit (BBWA) gefördert.
  • Projektpartner: Bezirksamt & Jobcenter Lichtenberg, Alpha-Bündnis Lichtenberg, VHS Lichtenberg
  • Status: läuft
  • Kontakt: willenberg@kopfhandundfuss.de

In Deutschland sind rund 12 % der Erwachsenen „schriftfern“. Übertragen auf den Berliner Bezirk Lichtenberg betrifft dies etwa 2.200 arbeitslose Menschen. Der Begriff “schriftfern” beschreibt Erwachsene, die nur eingeschränkt lesen und schreiben können. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von ungünstigen Lernbedingungen in der Schulzeit über unterbrochene Bildungsbiografien bis hin zu Deutsch als Zweitsprache.

Vor allem im Arbeitsalltag stoßen schriftferne Menschen auf zahlreiche Hürden, weil viele Prozesse stark schriftbasiert sind – z. B. Bewerbungen, Formulare, Verträge oder digitale Anwendungen. Gleichzeitig stehen diese Barrieren in einem deutlichen Spannungsverhältnis zum bestehenden Fachkräftemangel: Auf der einen Seite fehlen Arbeitskräfte, auf der anderen bleiben vorhandene Potenziale ungenutzt. 

Wie kann sich die Arbeitswelt verändern und öffnen, damit Teilhabe unabhängig von sicherer Schriftsprachkompetenz möglich ist?  

Unser Entwicklungsprojekt “Letra” setzt genau hier an. Statt (allein) auf die Alphabetisierung der Betroffenen zu setzen, untersuchen wir gemeinsam, welche Barrieren bestehen und was Lösungsansätze sein können. Gleichzeitig möchte Letra schriftferne Menschen dabei unterstützen, Scham abzubauen und ihre Selbstvertretungskompetenz zu stärken. 

“Letra” basiert auf Ko-Kreation, Empathie & Austausch

Schriftferne Arbeitssuchende, Unternehmen, Jobcenter und Akteure und Akteurinnen der Grundbildung und Alphabetisierung gestalten gemeinsam. In Einzel-Interviews, Gruppen-Workshops und einer abschließenden Konferenz erarbeiten wir praxisnahe Ansätze, die den Zugang zum und die Teilhabe am Arbeitsmarkt erleichtern. Dabei entstehen Leitlinien aus der Perspektive der schriftfernen Personen – für Unternehmen, Institutionen und die Politik. 

Damit schafft das Entwicklungsprojekt die inhaltlichen, methodischen und partnerschaftlichen Grundlagen für ein anschließendes Modellprojekt zur Arbeitsmarktintegration schriftferner Menschen. Es macht Bedarfe sichtbar, sensibilisiert zentrale Akteure & Akteurinnen des Arbeitsmarktes und ebnet neue Wege für Teilhabe.

Das Projekt „Letra“ wird durch den Europäischen Sozialfonds Plus aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Berlin im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit (BBWA) gefördert.

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In Berlin sind viele Menschen mit Schwer-Behinderung arbeitslos.

Die Arbeitslosen-Zahl bei Menschen mit Behinderung ist fast doppelt so hoch wie bei Menschen ohne Behinderung.

 

Bei der Suche nach Arbeit gibt es viele Hürden.

Nur sehr wenige Menschen haben die Schwer-Behinderung von Geburt an.  

Die meisten Menschen mit Schwer-Behinderung haben die Schwer-Behinderung durch eine Krankheit oder einen Unfall bekommen. 

Dann verändert sich sehr viel. 

Zum Beispiel das eigene Bild von sich selbst. 

Oder wie andere Menschen einen sehen. 

Oder was und wie man arbeiten kann. 

Es gibt Hilfe, aber oft ist die Hilfe nicht genug. 

 

Das Projekt »be part(ner)« will Menschen mit Schwer-Behinderung helfen, eine Arbeit zu finden und zu behalten. 

»be part(ner)« ist Englisch. 

Auf Deutsch heißt es: » Sei Teil« und »Sei Partner«. 

Das Projekt schaut auf alle Hürden: 

  • Hürden der Arbeit-Suchenden mit Behinderung 
  • Hürden der Arbeit-Geber 
  • Hürden der Job-Center 

 

Wir wollen Hürden abbauen. 

Wir reden mit vielen Menschen und sammeln ihre Erfahrungen. 

Das machen wir in Einzel-Gesprächen und Gruppen-Gesprächen. 

Gemeinsam fragen wir: Was braucht es? 

Die Antworten nutzen wir für das Folge-Projekt.

Im Folge-Projekt setzen wir das Gelernte um. 

  • Arbeit-Suchende bekommen Unterstützung.

    Sie lernen ihre Fähigkeiten besser kennen.

    Sie lernen etwas über digitale Barriere-Freiheit.Sie bekommen einen Nachweis dafür. 
  • Arbeit-Geber bekommen Tipps:

    Wie man inklusiv zusammen-arbeitet.

    Und wie der Arbeits-Platz inklusiv wird.
  • Job-Center bekommen neue Ideen.

    Sie lernen, was die Menschen brauchen.

    Das hilft ihnen bei der Arbeit.

 

Sie haben Fragen? 

Oder wollen mitmachen? 

Melden Sie sich bei Sonja Baltruschat: baltruschat@kopfhandundfuss.de 

 

Das Projekt wird gefördert von der Europäischen Union und dem Land Berlin im Rahmen des Europäischen Sozialfonds Plus.

Kofinanziert von der europäischen Union        Logo Berlin